26.06.2007 08:12:04
von Andreas Goerdes
SHANDONG (BlindNews) Der blinde chinesische Menschenrechtler Chen Guangcheng soll von Mitgefangenen schwer Misshandelt worden sein, berichtet die Frankfurter Rundschau. Unter Berufung auf Amnesty International, meldet die Zeitung, dass Wärter die Insassen des Gefängnises zu dieser Tat aufgehetzt haben sollen.
Der 36-jährige Rechtsanwalt Guangcheng ist Gegner der chinesischen "Ein-Kind-Politik". Guangcheng wirft den Behörden vor, bei tausenden von Menschen Zwangssterilisationen und Abtreibungen durchgeführt zu haben.
Nach den schweren Misshandlungen in der vergangenen Woche soll dem blinden Menschenrechtler eine ärztliche Versorgung verweigert worden sein. Der Grund für die Tat ist möglicherweise Guangchengs vorhaben, ein oberes Berufungsgericht wegen seiner Inhaftierung anzurufen.
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