29.08.2007 08:06:29
von Claudia Rendla
GUSTAVSBURG (BlindNews) Dieter Müller, Vorsitzender der Bezirksgruppe Rüsselsheim des Hessischen Blindenbundes, fühlt sich in seiner Nachbarschaft verleumdet, verspottet und Schikanen ausgesetzt. "Meine hart umkämpfte Mobilität wird mir offensichtlich zum Verhängnis, denn es wurde das Gerücht in die Welt gesetzt und beharrlich erneuert, ich würde mich nur blind stellen, um staatliche Leistungen zu erschleichen," berichtet Dieter Müller gegenüber der Zeitung "Main-Spitze". Er werde von Erwachsenen auf der Straße in seiner Gehweise mit dem Langstock nachgeäfft und sie stellten ihm Hindernisse in den Weg, um ihn auf seine Blindheit zu testen, erzählt er weiter. Dieter Müller, der mit 39 jahren infolge einer Netzhauterkrankung erblindete und bereits seit 30 Jahren blind ist, besucht regelmäßig Schulen, um über sein Leben zu berichten, und arbeitet an einer Blinden-Tonbandzeitung in Wiesbaden mit. Da er die Erlebnisse in seinem Heimatort nicht nur als persönliche Schikanen, sondern als Diskriminierung gegenüber Blinden überhaupt empfindet, hat er sich nun an die Öffentlichkeit gewandt.
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