15.10.2007 11:07:55
von Keyvan Dahesch
DORTMUND (dpa/lnw) Der "Tag des weißen Stockes" wurde erstmals 1964 in den USA begangen. Damals ging es vor allem um besondere Rücksichtnahme auf blinde Menschen im Straßenverkehr. Der Tag fand rasch in anderen Ländern Nachahmung. Heute geht es allgemein um die Bedeutung des weißen Stockes als wichtiges Hilfsmittel der Menschen ohne Augenlicht außerhalb ihrer Wohnung. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsbehörde (WHO) gibt es weltweit über 50 Millionen blinde Menschen.
In Deutschland sind alleingehende Blinde verpflichtet, sich aus Sicherheitsgründen entweder durch gelbe Armbinden mit drei schwarzen Punkten oder den weißen Stock kenntlich zu machen. An die Nichtbehinderten richten die Blindenverbände den Appell, alleingehende Menschen mit weißem Stock zu fragen, ob man ihnen helfen könne, sie aber nicht wortlos anzufassen und herumzuzerren. Im Straßenverkehr gibt es den weißen Stock als Schutzzeichen für Blinde bereits seit über 75 Jahren. Erfunden hatte ihn 1930 in Paris die Gräfin Guilly d' Herbemont.
MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG VON: Keyvan Dahesch
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