18.08.2007 10:00:00
von Claudia Rendla
(BlindNews) Aus der Sicht eines mittlerweile erwachsenen Mannes, der bis zu seinem 14. Lebensjahr als Mädchen aufgewachsen ist, wird die Geschichte einer amerikanischen Familie erzählt, beginnend mit dem Leben seiner Großeltern, griechischen Einwanderern in den 1920er Jahren, fast bis heute. Das Buch, das mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde, beginnt mit dem Satz:
"Ich wurde zweimal geboren: zuerst, als kleines Mädchen, an einem bemerkenswert smogfreien Januartag 1960 in Detroit und dann, als halbwüchsiger Junge, in einer Notfallambulanz in der Nähe von Petoskey, Michigan, im August 1974."
Dieses Buch, 2003 im Rowohlt-Verlag erschienen, umfasst in der Schwarzschriftausgabe 734 Seiten. Das Audiobook, in einer leicht gekürzten Fassung herausgegeben vom Hörverlag, besteht aus 8 CDs und wurde vom Schauspieler Ulrich Matthes gelesen. Die Dauer der Blindenhörbuch-Version (Daisy-CD) beträgt 22,5 Stunden.
Trotz der Länge des Buches kommt das Ende überraschend, und es ist schade, dass aus dem Leben des Ich-Erzählers zwischen seinem 15. und 40. Lebensjahr nur in Bruchstücken berichtet wird.
Klappentext: In einem kleinasiatischen Bergdorf fängt alles an. Ein junger Mann und eine junge Frau, Bruder und Schwester, fliehen vor den Türken nach Smyrna und, als die Stadt brennt, nach Amerika. Es ist das Jahr 1922. Auf dem Schiff heiraten sie und lassen sich später in der Autostadt Detroit nieder. Niemand ahnt das Geheimnis dieses Paares, doch nach Jahrzehnten hat der Tabubruch der beiden ungeahnte Folgen.
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