13.04.2007 18:41:06
von Andreas Goerdes
BERLIN (BlindNews) Laut dem Handelsblatt werden in Deutschland jährlich ungefähr 600 Augentumore diagnostiziert. früher führte die Diagnose in den meisten Fällen zur Amputation des Auges. Diese Zeiten scheinen dem Blatt zu folge allerdings vorbei zu sein. 96 % der Patienten können heutzutage durch die Protonentherapie geheilt werden.
Durchgeführt wird die Protonentherapie von der Berliner Charité gemeinsam mit dem Hahn-Meitner-Institut. Andere Kliniken, die das kostenintensive Verfahren anwenden gibt es in Deutschland nicht. Bei dieser Technik werden Wasserstoffkerne mit Hilfe eines Teilchenbeschleunigers gebündelt und ins innere des Auges auf den Tumor geschossen.
"Im Vergleich zu üblichen Gamma- oder Elektronenstrahlen wirken Protonen sehr zielgenau, weil sie auf dem Weg in die Tiefe des Gewebes nicht sehr viel Energie abgeben, daher wird gesundes Gewebe kaum geschädigt", so Andrea Denker, Leiterin der Abteilung Protonentherapie am Hahn-Meitner-Institut.
Ein weiteres Plus bei dieser Behandlungsmethode ist, das bei vielen Patienten die Sehkraft erhalten bleibt.
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