25.07.2007 10:59:29
von Andreas Goerdes
(BlindNews) Langsam, schleichend und unaufhaltsam verläuft das Sjögren-Syndrom, eine Autoimmunerkrankung, benannt nach seinem Entdecker, dem schwedischen Augenarzt Henrik Sjögren. Die Symptome sind zunächst unscheinbar – Augen- und Mundtrockenheit.
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Beim Sjögren-Syndrom erkennt das Immunsystem die Speichel- und Tränendrüsen nicht als körpereigene Zellen und zerstört diese. Vor allem sind Frauen ab dem 30. Lebensjahr (etwa 90 %) von der Autoimmunerkrankung betroffen. In vielen Fällen wird die Krankheit mit Klimakteriumsbeschwerden verwechselt – mit fatalen Folgen. Bleibt das Syndrom unbehandelt, kann es zu Folgeerkrankungen wie beispielsweise Lymphdrüsenkrebs kommen.
Eine Heilung des Sjögren-Syndrom gibt es bislang nicht. Bisher kann die zweit häufigste auftretende Autoimmunerkrankung, von der rund 80.000 Menschen betroffen sind, nur eingedämmt werden. Mit viel Flüssigkeitszufuhr, Augentropfen, Kortison und Immunsuppressiva – die die Aktivität des Immunsystems bremsen – können die Symptome gelindert werden.
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