02.08.2007 11:04:47
BONN (ots) Die europaweite Pionierarbeit der Bonner Stadtplaner hat die Vereinigung von Sehbehinderten und Blinden "Pro Retina" gelobt. Bei einem Rundgang durch die Fußgängerzone in der Innenstadt prüften die Teilnehmer eines Seminars zu Mobilität, ob die Gestaltung der Straßen es Menschen mit Sehbehinderung erleichtert, sich in der ihnen bislang unbekannten Stadt zurechtzufinden. Das Ergebnis der Tester: Die Stadt Bonn hat mit der Anpassung der City an die Bedürfnisse Sehbehinderter eine Vorreiterrolle in Deutschland und Europa übernommen.
Besonders hilfreich fanden die Besucher Orientierungshilfen durch Hell-Dunkel-Kontraste und unterschiedliche Straßenoberflächen. Beispielsweise laufen in mehreren Straßen Rillen aus Kopfsteinpflaster entlang der Straßenmitte, weder zu nah an den Auslagen der Geschäfte noch an festen Hindernissen wie Bäumen oder Bänken. Helle Steine in der dunklen Oberfläche weisen auf Fahrbereiche hin.
Mit dem Umbau der Bonner Fußgängerzone seit 1997 ist es der Stadt gelungen, einen Kompromiss zwischen stilistisch attraktivem Aussehen und Funktionalität zu verwirklichen. Um die innovative Lösung zu finden, hatte die Stadt Bonn sich von einem Professor für Verkehrspsychologie und einem Architekturbüro Rat zur behindertengerechten Gestaltung des öffentlichen Raumes geholt. Weitere Kosten sind der Stadt durch die einfachen, aber effektiven Maßnahmen nicht entstanden.
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Informationsquelle: Stadt Bonn